Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Der Krebs der Vorsteherdrüse tritt vor allem in höherem Alter auf. Mehr Informationen zur Häufigkeit von Prostatakrebs, seinen Symptomen, zur Früherkennung und zur Behandlung

aktualisiert am 05.10.2017

Die Vorsteherdrüse (blau) liegt unterhalb der Harnblase


Prostatakrebs - kurz zusammengefasst

Im Vergleich zu anderen Krebsarten wächst Prostatakrebs oft eher langsam. Manchmal ist daher gar keine Therapie nötig, sondern unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle kann erst einmal abgewartet werden, wie sich der Tumor entwickelt. Zur Behandlung kommen Operation, Strahlentherapie und Medikamente infrage. Teilweise werden die Verfahren kombiniert. Bei Tochtergeschwülsten kann zusätzlich eine Chemotherapie sinnvoll sein. Alter und Gesundheitszustand des Patienten sowie Ausbreitung und Bösartigkeit des Tumors spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der geeigneten Therapie. 

Was ist ein Prostatakarzinom?

Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes. Sein oft langsames Wachstum unterscheidet ihn von anderen bösartigen Tumoren. Prostatakrebs ist in Deutschland bei Männern die häufigste Krebserkrankung mit mehr als 60.000 neuen Fällen jährlich.

Vor dem 50. Lebensjahr ist der Krebs der Vorsteherdrüse selten. Sollte Prostatakrebs beim Vater, Bruder, Onkel oder Großvater in jungen Jahren aufgetreten sein, sind Früherkennungsuntersuchungen schon früher als mit den üblichen 45 Jahren ratsam, zum Beispiel bereits mit 35.

Die Prostata (rot eingekreist) umschließt die Harnröhre ringförmig direkt unterhalb des Blasenausgangs. Hinter der Prostata liegt der Enddarm, von wo aus die Vorsteherdrüse im Rahmen der Früherkennung vom Arzt mit dem Finger ertastet wird.

Die Prostata gehört zu den Fortpflanzungsorganen des Mannes. In ihr entsteht ein Teil der Samenflüssigkeit, einen weiteren Teil bilden die zwei Samenblasen (lila), die der Prostata außen aufliegen. In den Hoden (Testes) wird ein Großteil des männlichen Geschlechtshormons Testosteron produziert, welches Wachstum und Funktion der Prostata steuert.

Der Tumor breitet sich zunächst innerhalb der Prostata aus. Bei fortschreitendem Wachstum kann er aber die bindegewebige Kapsel durchbrechen, die das Organ umgibt, und in benachbartes Gewebe hineinwachsen. Davon können dann Samenblasen, Harnblase und Mastdarm betroffen sein.

Mit zunehmender Dauer der Erkrankung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krebszellen über Lymph- oder Blutbahnen im Körper verteilen und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Diese können zum Beispiel in den Lymphknoten des Beckens, aber auch in anderen Organsystemen des Körpers liegen. Mit Abstand am häufigsten betroffen sind hierbei die Knochen (Wirbelsäule, Rippen- und Beckenknochen). Aber auch in Leber und Lunge können Metastasen auftreten.

Fast alle Männer überleben eine Erkrankung an Prostatakrebs, wenn er so frühzeitig erkannt wird, dass er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist. Die Zahl der (diagnostizierten) neuen Prostatakrebsfälle nimmt seit mehreren Jahrzehnten zu, ohne dass die Sterblichkeit steigt. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate – ein Maß für die Überlebenswahrscheinlichkeit von Prostatakrebspatienten – hat sich mittlerweile auf etwa 93 Prozent erhöht.

Klar vom Prostatakarzinom unterschieden werden muss die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (benigne Prostata-Hyperplasie, BPH), welche vor allem Probleme beim Wasserlassen verursachen kann, jedoch immer auf die Prostata beschränkt bleibt.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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