Keuchhusten und Masern: Das bringt die Impfung

Impfungen gehören zum wirksamsten Schutz gegen Krankheiten. Doch über die Nebenwirkungen halten sich viele Vorurteile

von Stephan Soutschek, aktualisiert am 13.04.2017

Bei der Impfung: Kleiner Piks, große Wirkung


Keuchhusten, in der Fachsprache "Pertussis" genannt, ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Sie wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Weil eine Impfung nur einen zeitlich begrenzten Schutz bietet, können sich auch geimpfte Menschen immer wieder infizieren und erkranken.

Keuchhusten: Auffrischung notwendig

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb eine Auffrischimpfung für Jugendliche. Auch Erwachsene sollten den Immunschutz einmalig erneuern lassen. In der Regel geschieht das gleichzeitig mit einer Impfung gegen Tetanus und Diphterie. Gegen diese Krankheiten sollten Erwachsene sich alle zehn Jahre immunisieren lassen.

Anlässlich der Europäischen Impfwoche stellt die AOK als Kooperationspartner von biochistka.info in einer neuen Faktenbox den Nutzen und die Nebenwirkungen der Auffrischimpfung gegen Keuchhusten für Jugendliche und Erwachsene dar. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Harding-Zentrum für Risikokompetenz im Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erstellt.

Die Grafik unten zeigt, dass die Keuchhusten-Impfung das Erkrankungsrisiko deutlich verringert.

Die vollständige Faktenbox zum Ausdrucken:

Masern: Schutz hält das ganze Leben

Eine weitere Faktenbox informiert über Nutzen und Risiken der kombinierten Impfung gegen , und . Auch sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Harding-Zentrum für Risikokompetenz im Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erstellt.

Gegen diese Krankheiten benötigen Erwachsene keine Auffrischung. Kinder erhalten nur zwei Impfungen im Abstand von wenigen Monaten. Danach hält der Schutz ein Leben lang. Die Grafik unten zeigt, dass geimpfte Menschen deutlich seltener erkranken – Nebenwirkungen treten dagegen fast nie auf.

Die vollständige Faktenbox zum Ausdrucken:

Von der Impfung profitiert nicht nur der Geimpfte selbst, sondern jeder in der Gesellschaft. Wenn sehr viele Menschen geimpft sind, schützt das auch andere, die nicht geimpft werden können. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit Immundefekten und Schwangere. Diese Herdenimmunität hemmt die Ausbreitung des Virus ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt deshalb zum Beispiel eine Impfrate von 95 Masernimpfungen je 100 Kindern an.

Video: Das bringt die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln


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