Endokarditis: Vorbeugen

Menschen, die ein hohes Risiko für eine bakterielle Endokarditis haben, können vor bestimmten Operationen vorsorglich ein Antibiotikum erhalten

aktualisiert am 14.10.2014
Frau nimmt Tablette mit einem Glas Wasser ein

Einer Endokarditis lässt sich mit Antibiotika vorbeugen. Diese Maßnahme empfiehlt sich für bestimmte Patienten und Situationen


Manche Menschen haben ein höheres Risiko, an einer bakteriell bedingten Herzinnenhautentzündung zu erkranken. Bei ihnen verläuft die Erkrankung häufig auch schwerer. Deshalb empfehlen die kardiologischen Fachgesellschaften diesen Patienten, vor bestimmten Operationen vorsorglich ein Antibiotikum einzunehmen (Endokarditis-Prophylaxe). Dies erfolgt in Absprache mit dem Arzt.

Folgenden Patienten raten die Fachgesellschaften zu einer prophylaktischen Antibiotika-Einnahme:

  • Menschen mit künstlichen Herzklappen (mechanische und biologische Prothesen)
  • Patienten mit wiederhergestellten (rekonstruierten) Herzklappen, wenn bei ihnen innerhalb der ersten sechs Monate nach der Herzklappen-Operation einer der unten genannten Eingriffe stattfindet  
  • Menschen mit angeborenen Herzfehlern, operierten Herzfehlern
  • Patienten nach einer Herztransplantation, die eine Herzklappenerkrankung entwickeln

Bei diesen chirurgischen Eingriffen sollten die Hochrisikopatienten eine Endokarditisprophylaxe erhalten:

  • bei zahnärztlichen Eingriffen im Mund- und Rachenraum, zum Beispiel Zahnsteinentfernung, Zahnentfernung, Wurzelkanalbehandlung, Einsetzen von Zahnimplantaten
  • bei Operationen an den oberen Luftwegen, zum Beispiel Mandelentfernung, Polypenentfernung und Lungenspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben

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