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Salz: Lebenswichtiges Natriumchlorid

Wieviel Salz braucht der Körper - und wann schadet es? Wir beantworten wichtige Fragen

von Larissa Gaub, 01.02.2019
Salz

Kochsalz enthält Natrium und Chlorid


Ganz ohne Kochsalz geht es nicht. Denn der Körper kann es nicht selbst herstellen und braucht regelmäßig Zufuhr mit der Nahrung. Der Mineralstoff ist an der Regulation des Wasserhaushalts beteiligt, bildet die Grundlage für die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln und spielt beim Knochenbau eine wichtige Rolle.

Was ist Salz?

Kochsalz ist ein Mineralstoff, der aus Kristallen besteht. Sie setzen sich zusammen aus positiv geladenen Natrium- und negativ geladenen Chloridionen, die auch als Elektrolyte bezeichnet werden. In Flüssigkeit lösen sich die Kristalle auf. Im Körper spielen die beiden Elektrolyte eine wichtige Rolle. Der Körper scheidet Salz unter anderem über die Nieren mit dem Urin aus.

Worin steckt es?

Auch wer bei Tisch nur selten zum Salzstreuer greift, nimmt häufig viel Salz zu sich. Denn in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Wurst oder Tiefkühlpizza stecken große Mengen davon. Zu viel ist ungesund, denn es erhöht den Blutdruck. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt pro Tag insgesamt höchstens sechs Gramm Salz, was etwa einem gestrichenen Teelöffel entspricht.

Wozu braucht es der Körper?

Ein Drittel des Natriums speichern die Knochen. Bei Mangel wird es an Blut abgegeben. Natrium und Chlorid helfen dabei, Informationen von Zelle zu Zelle weiterzuleiten.

Salzkonzentration

Salz bindet Wasser. Deshalb strömt Flüssigkeit durch feine Membranen immer zur höhere Salzkonzentration (Osmose).

Wer kontrolliert den Salz-Wasser-Haushalt?

Verschiedene Organe regulieren den Salz-Wasser-Haushalt, dazu gehört auch der Hypothalamus im Gehirn. Bestimmte Botenstoffe sorgen dafür, dass Natrium zurückgehalten oder ausgeschieden wird.

Wobei verlieren wir Salz?

Kommt der Körper bei Anstrengung mäßig ins Schwitzen, verliert er eine geringe Menge des Mineralstoffs. Ausgleichen lässt sich das durch ausreichendes Trinken. Starkes Schwitzen, etwa bei Fieber oder Extremsport, oder Durchfallerkrankungen verursachen größere Salzverluste. Um die Speicher wieder aufzufüllen, sollten Betroffene reichlich trinken, etwa stilles Mineralwasser. Den Mineralstoffhaushalt ins Gleichgewicht bringen Elektrolytlösungen aus der Apotheke – eine Mischung aus Natrium und Glukose.

Kann Salz schaden?

Natrium bindet Wasser im Körper. Zu viel Natrium begünstigt hohen Blutdruck und Wassereinlagerungen. Daher spielt eine salzarme Ernährung vor allem bei Bluthochdruck, Wassereinlagerungen und bestimmten Nierenerkrankungen eine Rolle.

Wissen rund um den Mineralstoff

  • Medizinhelfer: Isotonische Kochsalzlösungen enthalten neun Gramm Kochsalz pro Liter Wasser. Sie werden bei hohem Flüssigkeitsverlust zugeführt oder dienen als Grundlage für die Gabe von Medikamenten.
  • Kein Durstlöscher: Trinken wir viel Salzwasser, entzieht es den Zellen Flüssigkeit, anstatt sie damit zu versorgen. Ein hoher Salzgehalt des Wassers trocknet den Körper also von innen aus.
  • Glücksspender: Der Mensch hat seit Urzeiten Lust auf Salz. Salziges Essen macht uns glücklich und zufrieden, so Forscher der Universität Iowa.
  • Druckmacher: In einer Vergleichsstudie in 18 Ländern stellten Forscher fest, dass erhöhter Salzkonsum zwar den Blutdruck erhöht, nicht unbedingt aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.