Diabetes mit Fitness vorbeugen

Wer körperlich aktiv ist senkt sein Risiko, an Diabetes zu erkranken. Worauf es dabei ankommt

von Ute Wild, 04.04.2016

Nordic Walking: Wer in Bewegung bleibt, beugt Diabetes vor


Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun: Menschen mit erhöhtem Diabetes-Risiko sollten sich vor allem die Schritte zu Herzen nehmen. Ärzte betonen schon lange, dass man mit regelmäßiger Bewegung besonders wirksam gegen angeht. Durch körperliche Aktivität können Patienten mit Diabetes-Risiko Übergewicht abbauen und Bluthochdruck vermeiden. Fitness ist, so weisen zahlreiche medizinische Studien nach, das wirksamste Mittel zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes.

Aber wie genau wirkt körperliche Aktivität gegen Diabetes? Die zentrale Rolle spielt dabei der Blutzucker. Sein Gehalt im Blut wird meist in der Einheit mg/dl (Milligramm pro Deziliter) angegeben. Bei Gesunden liegt der Wert im nüchternen Zustand im venösen Blut zwischen 60 und 100 mg/dl. In den Körper gelangt Zucker mit der Nahrung. Beim Sport braucht der Organismus Energie, die er aus Glukose, einem Zucker, gewinnt. Darum senkt Aktivität die Konzentration von Zucker im Blut.

Muskeln auch in Ruhe nützlich

Doch Sport hilft nicht nur direkt und umgehend. Fitte Menschen profitieren auch von einer Langzeitwirkung: Wissenschaftler aus Los Angeles (USA) stellten fest, dass gut trainierte Muskeln einen großen Einfluss auf die Insulin­empfindlichkeit der Zellen haben. Diese spielt bei Typ-2-Diabetes eine wichtige Rolle. Die Forscher wiesen nach, dass sich bei regelmäßiger Aktivität die Aufnahme von Glukose in die Körperzellen und die Wirkung des körpereigenen Insulins verbessern: Auch im Ruhezustand gelangte Zucker gleichmäßiger aus dem Blut in den Organismus.

Aus Sicht der Wissenschaft spricht daher viel für ein regelmäßiges Sportprogramm. Doch vielen Menschen fällt es schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden. Der Hausarzt Dr. Nikolaus Scheper kennt die Probleme seiner Patienten: "Wer Ende 50 ist und vielleicht schon einen Hüftschaden hat, fühlt sich schnell überfordert." Daher ist es wichtig, eine Bewegungsart zu finden, die wirklich Freude macht. Welche, ist unerheblich – Hauptsache, man bleibt am Ball. "Wer sich einer Gruppe anschließt, bekommt automatisch Motivation", sagt Scheper. Ein weiterer Tipp: "Überlegen Sie sich, was Ihnen früher Spaß gemacht hat." Wichtig: Alle, die lange Zeit körperlich inaktiv waren, sollten sich von einem Arzt untersuchen lassen, ehe sie loslegen. Gerade bei Älteren müssen Herz-Kreislauf-Erkrankungen berücksichtigt werden.

"Auch wer nicht gerne schwitzt, sollte sich täglich bewegen", betont Diabetes-Experte Professor Peter Schwarz aus Dresden. Sein Tipp: mehr zu Fuß gehen, am bes­ten 10.000 Schritte pro Tag. Schwarz versucht selbst, täglich auf dieses Pensum zu kommen. "Ein Schrittzähler hilft, ein Gefühl für Distanzen zu entwickeln, und spornt an", berichtet der Wissenschaftler, der auf diese Weise in zwei Jahren fast 20 Kilogramm Gewicht verloren hat.

Regelmäßigkeit ist entscheidend

Wer sich lieber richtig verausgabt, sollte  Ausdauer- und Krafttraining kombinieren. Das bringt den besten Effekt für die Energiebilanz. Experten betonen: Wichtiger als die Intensität ist die Regelmäßigkeit. Schwarz ergänzt: "Dann genügen schon 30 Minuten täglich."


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