So schützen Sie sich vor Alzheimer

Immer mehr Studien deuten an, dass sich das Risiko für Alzheimer senken lässt, wenn ein Mensch die größten Risikofaktoren umgeht. Ein Überblick

von Dr. Reinhard Door, aktualisiert am 20.09.2016
Gehirn Grafik

Sitz der Persönlichkeit: Das Gehirn


Die Entwicklung hört sich erschreckend an: Derzeit leben in Deutschland 1,5 Millionen Demenzkranke, davon zwei Drittel Alzheimer-Patienten, meldet die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft. Jeden Tag steige die Zahl um 100, sodass im Jahr 2050 etwa drei Millionen Menschen schleichend das Gedächtnis, ihre Alltagsfähigkeiten und ihre Persönlichkeit verlieren werden – sofern ein Durchbruch in Therapie und Prävention ausbleibt.

Die gute Nachricht: Es tut sich etwas. Weniger in der Therapie – hier scheiterten bisher alle Ansätze. Zunehmend richten Experten deshalb ihr Augenmerk auf die Vorbeugung der Krankheit. Von einem Durchbruch zu sprechen wäre auch hier übertrieben; doch die Erkenntnisse mehren sich, dass sich das Risiko senken lässt. Gleich mehrere Erhebun­gen in Europa belegen, dass die Zunahme des Altersleidens offenbar nicht so dramatisch wie vorhergesagt ausfallen wird.

Überraschende Ergebnisse aus Bevölkerungsstudien

So hatten Forscher zwischen 1990 und 1995 in einer englischen Region die Rate der Demenzkranken erhoben. Sie untersuchten dazu mehr als 7.600 Bürger in einem Alter ab 65 Jahren. 20 Jahre später wiederholten sie die Datensammlung in derselben Region mit denselben Methoden. Weil der Altersdurchschnitt der Einwohner seither gestiegen war, rechneten sie mit einer deutlichen Zunahme der Kranken. Zu ihrer Verblüffung stellten sie jedoch fest, dass die Zahl stattdessen sogar leicht gefallen war.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Erhebungen in Schweden, den Niederlanden und den USA. Zwar könnte die absolute Zahl der Demenzkranken wegen der zunehmenden Lebenserwartung dennoch steigen, doch offenbar lässt sich der Ausbruch zumindest in ein höheres Lebensalter "verschieben". Mehr Bildung, Wohlstand, mehr Achtsamkeit bei Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten könnten dies erklären, spekulieren Autoren und Kommentatoren der Studien.  

Zusammenhang zwischen Diabetes und Alzheimer?

Studien, die Risikofaktoren für die Demenz und insbesondere die Alzheimer-Form aufdecken, sind wegen der langsamen Entwicklung der Krankheit schwierig. Meistens beobachten die Forscher über längere Zeit hinweg Menschen, die anfangs noch keine Einschränkungen zeigen oder deren Gehirnfunktion nur leicht nachlässt. In der Folge suchen sie nach Unterschieden zwischen "stabilen" Teilnehmern und jenen, die in eine Alzheimer-Demenz gleiten. Solche Studien ergaben etwa, dass überdurchschnittlich viele Alzheimer-Patienten zuvor an Dia­betes erkrankt waren. Der Beweis, dass Diabetes das Gehirnleiden verursacht hat, ist damit aber nicht erbracht.

Dennoch mehren sich die Indizien. Vor allem sieben beeinflussbare oder behandelbare Faktoren erhöhen wahrscheinlich das Alzheimer-Risiko: fehlende geistige und körperliche Aktivität, Depressionen, Rauchen, Diabetes sowie Bluthochdruck oder Übergewicht im mittleren Lebensalter. Rund die Hälfte aller Fälle gehen auf diese Faktoren zurück, errechneten zwei Forscherinnen aus den USA. Anders ausgedrückt: Wer sie ganz umgehen kann, senkt sein Risiko um etwa die Hälfte.

Das Alzheimerrisiko senken


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