Schwellungen und Knoten an den Händen

Welche Ursachen hinter Knubbeln oder Knötchen an Fingern und Hand, geschwollenen Gelenken mit und ohne Schmerzen oder Verformungen der Hände stecken können

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 28.04.2016
Hände im Schoß

Dicke Hände, knotige Gelenke, steife Finger – die Ursachen sollte immer ein Arzt abklären


Überblick über das Symptom

Unsere Hände sind ständig aktiv. Selbst wenn wir ruhig sitzen, dauert es, je nach Temperament, nicht lange, bis die Finger sich wieder bewegen. Wir brauchen die Hände in allen Lebenssituationen – mit ihrer Beweglichkeit, Reaktionsschnelle, Sensibilität, Kraft, Sicherheit. Und dabei haben wir sie auch noch fast ständig im Blick. Hände erzählen Lebensgeschichten, verraten Gewohnheiten und geben Hinweise auf Erkrankungen. Jede Veränderung fällt auf, weil sie rein äußerlich stört oder sich als hinderlich bei all den selbstverständlichen Griffen erweist. Geschwollene, verdickte Stellen, unschöne Knubbel, schmerzende Knoten oder verformte Gelenke sind nicht nur lästig, sondern können die Betroffenen im Alltag erheblich einschränken.

Für Schwellungen oder Verformungen an den Händen sind in erster Linie Gelenkentzündungen wie entzündliches Rheuma oder Gelenkverschleiß, eine Arthrose, verantwortlich. Auch eine Stoffwechselerkrankung wie die Gicht oder gutartige Zysten beziehungsweise Tumore kommen als Auslöser infrage. Die Ursachen können harmlos, aber auch Ausdruck ernsthafter Erkrankungen sein.

Mögliche Ursachen von Schwellungen und Knoten an den Händen:

Ein Großteil der Ursachen gehört in die vielfältige Gruppe rheumatischer Erkrankungen. Arthrose, Gicht und Kollagenosen beispielsweise sind diesem sogenannten rheumatischen Formenkreis zugeordnet. Er umfasst schmerzhafte Erkrankungen im Bewegungs- und Stützsystem unseres Körpers, zu dem Knochen, Knorpel, Muskeln, Sehnen und Bänder zählen. Ob die Schwellungen oder Knoten an den Händen schmerzen oder nicht, kann deshalb schon ein erster Wegweiser für die Diagnose sein.

Gesundheitsakademie

So unterscheiden Mediziner zwischen entzündlichen Erkrankungen der Gelenke (Arthritis) und Verschleißerkrankungen (Arthrose). Wobei die Krankheitsfolgen häufig ineinandergreifen und sich gegenseitig bedingen können. Die harten Knubbel bei Polyarthrosen zum Beispiel bereiten häufig keine Beschwerden, können aber mit Entzündungen einhergehen und dann schmerzen. Schmerzende Schwellungen sind oft ein Hinweis darauf, dass sich bestimmte Bereiche entzündet haben. Im Verlauf einer rheumatischen Erkrankung kann es zu ausgeprägten Verformungen kommen, Hände wie Finger sind dann mitunter nur mehr eingeschränkt beweglich.

Eine Arthritis entsteht mitunter auch infolge einer Infektion mit Bakterien oder Viren. Die Gelenkentzündung tritt dann akut einige Tage beispielsweise nach einer Darm-, Harnwegs- oder Atemwegsinfektion auf und äußert sich vor allem in Schwellungen und Schmerzen an Beinen und Hüfte, aber mitunter auch in dick geschwollenen Fingern.

Gutartige Wucherungen können im Bereich der Gelenkkapseln und der Sehnenscheiden entstehen wie die Ganglien (Knötchen häufig an der Außen- oder Innenseite des Handgelenks) oder innerhalb der Fingerknochen der Hand wie das Enchondrom, das sich in Schwellungen um den Knochen zeigt. Auch sie können mit oder ohne Schmerzen einhergehen. Knotige oder strangförmige Bindegewebswucherungen in der Handinnenseite führen bei der Dupuytren'schen Erkrankung zu Verkrümmungen von Hand und Fingern.

Über Schwellungen und Erhebungen, die zum Bild einer speziellen Hauterkrankung gehören, informiert der Ratgeber "Hautausschlag".

Näheres zu den Hauptursachen von Schwellungen und Knoten an den Händen finden Sie in den folgenden Kapiteln (siehe Kapitellinks oben). Ein kurzer Blick vorab auf Hände und Finger hilft, besser zu verstehen, wo sich krankhafte Veränderungen abspielen.

 

Fachliteratur für diesen Ratgeber

Niethard, F. U., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme Verlag, 2009

Herold, G., und Mitarbeiter: Innere Medizin, Gerd Herold, Köln 2012
Classen, Diehl, Kochsiek: Innere Medizin, Elsevier, Urban&Fischer Verlag, 2009

Altmeyer, P.: Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin, www.enzyklopaedie-dermatologie.de, abgerufen am 16.04.2013

Moll, I. (Hrsg.): Dermatologie, Thieme Verlag, 2010

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.: Studentische Ausbildung, Untersuchungskurs: Die Rheumatische Hand, 2012, http://dgrh.de/parheumahand.html, abgerufen am 16.04.2013

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.: Praxis & Klinik – Diagnose & Klassifikation, 2010, http://dgrh.de/kriterienassessments.html, abgerufen am 16.04.2013

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.: Leitlinie – Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis, 2012

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.: Interdisziplinäre Leitlinie – Management der frühen rheumatoiden Arthritis, Springer Verlag, 2011

Deutsche Dupuytren Gesellschaft: Die Dupuytrensche Krankheit, www.dupuytren-online.de/morbus_dupuytren.html, abegerufen am 23.04.2013

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Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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