Morbus Bechterew: Symptome

Morbus Bechterew kann sich mit verschiedenen Beschwerden bemerkbar machen. Häufige Symptome sind Rücken- und Gelenkschmerzen

17.07.2012
Frau mit Rückenschmerzen

Der untere Rücken und das Gesäß schmerzen vor allem nach längeren Ruhephasen? Mögliches Zeichen für Morbus Bechterew


Erste Symptome zeigen sich meistens vor dem 40. Lebensjahr. Weil sie relativ unspezifisch sind und verschiedene Ursachen infrage kommen, dauert es oft lange, bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Folgende Symptome deuten auf Morbus Bechterew hin:

Beschwerden vor allem in Ruhe: Typischerweise verschlimmern sich Beschwerden – beispielsweise Rückenschmerzen – bei längeren Ruhephasen. Die Schmerzen sind oft nachts sehr stark und können zum Erwachen führen. Auch morgens nach dem Aufwachen stellen sich häufig Beschwerden ein. Die Gelenke fühlen sich dann steif und unbeweglich an (Morgensteifigkeit), was über 30 Minuten anhalten kann. Bewegung bessert die Symptome allmählich. Das ist ein mögliches Unterscheidungsmerkmal zum "Gelenkverschleiß" (Arthrose): Hier verhält es sich häufig umgekehrt. Symptome treten oft erst nach längerer Belastung auf – oder nur ganz kurz bei Bewegungsbeginn ("Anlaufschmerz").

Typische Symptome des Morbus Bechterew

Gesäßschmerzen: Oft beginnt die Krankheit im Becken im Bereich der Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (Iliosakralgelenke). Dabei handelt es sich um eine relativ unbewegliche gelenkartige Verbindung aus Kreuzbein (Os sacrum) und Darmbein (Os ilium), die von Bändern versteift wird. Betroffene spüren immer wieder Schmerzen im Gesäß, besonders bei längerem Sitzen. Die Seite kann wechseln. Die Schmerzen strahlen manchmal in die hinteren Oberschenkel aus.

Schmerzen außerhalb der Wirbelsäule: Es können auch das Brustbein oder einzelne Gelenke wie Hüfte, Knie oder Sprunggelenk schmerzen – meist nur auf einer Seite. Die Gelenke sind manchmal geschwollen, es kommt zur Bewegungseinschränkung. In einigen Fällen treten Fersenschmerzen auf. Bereitet längeres Stehen auf hartem Untergrund Beschwerden, kann das ein frühes Zeichen für Morbus Bechterew sein.

Augenentzündung: Bei etwa vierzig Prozent der Betroffenen kommt es zu Entzündungen der mittleren Augenhaut (Uveitis bzw. Iritis / Iridozyklitis). Das betroffene Auge schmerzt, ist gerötet und lichtempfindlich. Der Besuch eines Augenarztes ist hier dringend angeraten, um bleibende Augenschäden zu vermeiden.

Mögliche Spätfolgen: Rundrücken und Wirbelbrüche

Bei Morbus Bechterew kann die Wirbelsäule von unten nach oben fortschreitend versteifen. Ohne Behandlung entsteht durch den Morbus Bechterew unter Umständen ein stark ausgeprägter Rundrücken. Die Krankheit verringert oft auch die Dichte der Knochenmasse, es kommt zur Osteoporose. In Wirbelkörpern bilden sich dann zum Beispiel feine Risse oder es treten leicht Knochenbrüche auf. Schlimmstenfalls nimmt dabei das Rückenmark Schaden.

Wirbelsäule

Hintergrund: Die Wirbelsäule

Die Grafik links zeigt die Wirbelsäule, von der Seite aus betrachtet. Die Wirbelsäule stützt den Körper und federt Belastungen ab. Sie gleicht von der Seite betrachtet einem doppeltem "S". Die Wirbelkörper sind gelenkartig miteinander verbunden. Weitere Gelenke sind die beweglichen Verbindungen von Wirbeln und Rippen im Brustbereich. Im Bereich der Hüfte sind das Kreuzbein und die Darmbeine (Hüftknochen) als "festes" Gelenk (Synarthrose) miteinander verbunden.


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