Intimpflege beim Mann

Nicht nur auf die Reinigung kommt es an. Männer können die tägliche Intimpflege auch dazu nutzen, ihren Genitalbereich auf mögliche Veränderungen zu untersuchen

von Simone Herzner, aktualisiert am 07.07.2015
Mann unter der Dusche

Nicht nur regelmäßiges Duschen, auch das tägliche Wechseln der Unterwäsche gehört zur Intimpflege


Die tägliche Reinigung des Genitalbereichs und ein tägliches Wechseln der Unterwäsche sind heutzutage selbstverständlich und für die meisten Männer schon eine Frage des Wohlbefindens und der Rücksichtnahme auf den Sexpartner. "Männer reinigen Penis, Hoden und After am besten in der Dusche unter fließendem Wasser mit Duschgel oder Seife", rät Urologe Professor Jens Rassweiler.

Das Smegma, die weiße bis hellgelbe Substanz, die zwischen Eichel und Vorhaut entsteht, sollte jeden Tag gründlich abgewaschen werden. "Smegma besteht aus Absonderungen der Talgdrüsen, Hautschüppchen und Bakterien. Sorgfältige, aber nicht übertriebene Intimhygiene kann bestimmten Formen von Peniskrebs vorbeugen – vermutlich, indem weniger Infektionen auftreten", erklärt Rassweiler. Das Smegma an sich spiele wohl keine direkte Rolle. Aber es könne Entzündungen hervorrufen und so das Krebsrisiko indirekt beeinflussen.

Intimpflege in jedem Alter wichtig

Entwickelt sich eine , fällt das Zurückziehen der Vorhaut und damit auch die Reinigung zunehmend schwerer und es können sich kleine Risse in der Vorhaut bilden und Entzündungen entstehen. "Männer sollten nicht mit dem Arztbesuch warten", so Urologe Rassweiler, der bei älteren Männern manchmal eine gewisse Vernachlässigung des Genitalbereichs beobachtet. "Eine tägliche Intimpflege ist in jedem Alter wichtig", so der Urologe.

Ein weiterer Aspekt neben der Hygiene sei das rasche Feststellen von krankhaften Veränderungen – zum Beispiel Ausfluss aus dem Penis. "Männer sollten die tägliche Reinigung auch dazu nutzen, Penis und Hoden auf etwaige Veränderungen zu untersuchen, zum Beispiel einen Tumor", sagt Rassweiler. Er kenne Patienten, die mit einem Tumor, fast so groß wie der Hoden selbst, in die Klinik gekommen seien. "Bei solchen Fällen kann die Intimpflege nicht richtig funktionieren, sonst wäre das früher aufgefallen."

Männer oft verunsichert

"Männer sind vor Genitalpilzen oder Harnröhrenentzündungen nicht gefeit", sagt Urologe Rassweiler. Bei Jucken, unangenehmen Geruch oder Ausfluss aus der Harnröhre sei unbedingt der Gang zum Arzt angezeigt, auch Geschlechtskrankheiten könnten die Ursache sein. Rassweiler stellt bei Männern oft große Unsicherheiten bezüglich ihrer Genitalgesundheit fest.

Frauen seien deutlich mehr in ärztlicher Betreuung, allein schon wegen Verhütungsfragen und Schwangerschaften. "Bei Ihnen werden Krankheiten der Geschlechtsorgane teilweise viel früher diagnostiziert als bei Männern", so Rassweiler. Darum sei gerade für Männer die Intimpflege eine gute Möglichkeit, die Gesundheit ihrer Genitalien zu überprüfen.

 


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