Mirabelle: Klein, gelb und aromatisch

Mirabellen zählen zu den Pflaumen. Sie werden vor allem zu Obstbränden und Konfitüren weiterverarbeitet

aktualisiert am 19.08.2014
Mirabelle

Mirabellen: Die gelben Schwestern der Zwetschge schmecken sehr süß


Inhaltsstoffe der Mirabelle: Kalium, Pektin und Vitamine

Mirabellen sind mit 230 Milligramm pro hundert Gramm relativ reich an Kalium. Kalium ist wichtig für die Funktion von Herz und Nerven. Die Früchte enthalten außerdem die Mineralstoffe Magnesium und Phosphor sowie das Spurenelement Zink. Das in den Früchten enthaltene Vitamin C ist unter anderem am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. Für ihren süßen Geschmack ist der in Mirabellen enthaltene Fruchtzucker verantwortlich.

Herkunft der Mirabelle: Von Asien nach Europa

Ursprünglich stammt die Mirabelle als Kreuzung der Kulturpflaume aus Asien. Im 16. Jahrhundert gelangte sie über Persien nach Europa, wo der Mirabellenbaum ein neues Zuhause fand. Hauptanbaugebiet ist Lothringen. Dort werden heute 80 Prozent der Weltproduktion hergestellt. Mirabellen gedeihen in gemäßigtem Klima. Sie werden auch in Mittel-, Südeuropa und Nordafrika angebaut.

Botanik: Viel Sonne für volles Aroma

Mirabellen sind die kleinen, gelben Schwestern der Zwetschgen, botanisch eine Unterart der Pflaumen. Prunus domestica subsp. syriaca gehört zur Familie der Rosengewächse und entstand aus Kreuzungen der Kulturpflaume. Das auch als gelbe Zwetschge bekannte Steinobst ist die kleinste Pflaumenart. Die kirschgroßen, runden Früchte sind gelb bis goldgelb. Die Seite, die viel Sonne abbekommen hat, ist rot gepunktet. Ihr Fruchtfleisch ist fest, grüngelb bis orangegelb, löst sich leicht vom eiförmigen Kern und schmeckt besonders aromatisch süß bis süß-säuerlich.

Im Frühjahr trägt der Mirabellenbaum wunderschöne weiße Blütenbüsche. Erntezeit ist von Juli bis September. Die Pflanze braucht viel Sonne, damit die Früchte ihr volles Aroma entfalten. Der bis zu fünf Meter große Baum gedeiht am besten auf warmen Sandböden, die nicht austrocknen. Seine meist elliptisch geformten Blätter sind stumpf gezahnt und sind auf der Unterseite von samtigen Härchen bedeckt.

Mirabellen-Saison: Im späten Sommer

Die aromatischen Früchte sind von Juli bis September erhältlich. Kleine Mengen befinden sich bereits ab Mai im Handel.

Lagerung: Mirabellen sind zum Einfrieren geeignet

Kühl und bei möglichst hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahren. Im Kühlschrank kann man die leicht verderblichen Früchte zwei bis drei Tage lagern. Erst kurz vor dem Verzehr waschen, sonst zerstört man die wachsartige Schutzschicht der Frucht, auch Duftfilm genannt. Gelbe Zwetschgen eignen sich zum Einfrieren: Früchte halbieren, Kern entfernen und in einen Folienbeutel verpackt ins Gefrierfach geben.

Tipps zur Zubereitung: Als Marmelade oder Likör

Die Früchte werden oft zu Obstbränden und Likören verarbeitet, in denen ihr üppiges Sommeraroma vollständig zur Geltung kommt. Die Sorte "Mirabelle von Metz" eignet sich zum Dörren. Die "Mirabelle von Nancy" kann man einkochen oder als Tortenbelag verwenden. Mirabellenmarmelade ist ein Klassiker unter den Konfitüren. Genießt man Mirabellen frisch, bereiten sie zusammen mit Vanille, Mandeln und Honig ein besonderes Geschmackserlebnis.

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Nährwerttabelle: Mirabelle (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
63

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
14

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
1
Kalium (K)
230
Calcium (Ca)
10
Magnesium (Mg)
15
Phosphat (P)
35
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
200
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,06
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,05
Folsäure (µg)
3
Vitamin C (mg)
7

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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