Enthaarung: Tipps für glatte Haut

Unter den Achseln, in der Bikinizone und an den Beinen ist gerade im Sommer haarlose Schönheit gefragt. So entfernen Sie Härchen effektiv und sanft

von Margit Hiebl und Julia Jung, aktualisiert am 02.08.2017
Frau mit rasierten Achseln

Für viele Frauen selbstverständlich: Rasierte Achseln


Im Sommer lenken kurze Hosen und Röcke die Blicke auf nackte Beine. Diese sollten deshalb schön gepflegt und glatt sein. Doch nicht nur dort ist haarlose Haut mittlerweile selbstverständlich.

Einer Studie der Universität Leipzig zufolge entfernen etwa 80 Prozent der deutschen Frauen die Haare an mindestens drei Körperstellen, vor allem an den Beinen, unter den Achseln und im Intimbereich. Hier die wirksamsten Enthaarungstechniken im Überblick.

Dauerlösung: IPL und Laser

"Bei beiden Systemen werden Licht- beziehungsweise Laserstrahlen vom Haarfarbstoff Melanin aufgenommen und in Hitze umgewandelt, durch die die Haarwurzel abstirbt", erklärt der Hamburger Dermatologe Dr. Philipp Marcel Buck. "Das Licht erreicht die Haarwurzel am besten während der Wachstumsphase, in der sie die Farbstoffe produziert."

Da sich  aber immer nur etwa ein Viertel der Haare in dieser Phase befinden, müssen mehrere Sitzungen im Abstand von vier bis acht Wochen stattfinden, um alle zu entfernen. Am besten funktionieren die Methoden, wenn Haut- und Haarfarbe stark kontrastieren. An ihre Grenzen stoßen IPL und Laser bei sehr dunklen Hauttypen sowie bei Personen mit sehr hellen Haaren.

IPL (Intense Pulsed Light)

Bei der IPL-Technologie handelt es sich um hoch energetisches Licht mit breitem Spektrum. Über verschiedene Filter wird es an Haut- und Haarfarbe angepasst. "Das kostet Energie und verringert Effizienz und Eindringtiefe. Es sind oft bis zu 30 Sitzungen nötig, um alle Haare zu entfernen", so Buck. Es tut nicht sehr weh, die Haut wird ständig gekühlt.

Laser

Geräte der ersten Generation konnten nur dunkle Haare auf heller Haut entfernen. "Die neuen Laser ermöglichen es, selbst blonde Haare und südeuropäische Hauttypen zu behandeln", sagt Buck. Da die Lichtenergie, die zu den Haarwurzeln gelangt, deutlich höher ist als bei IPL, werden nur sechs bis acht Behandlungen benötigt. Die Haut wird gekühlt, daher tut die Behandlung nicht besonders weh.

Nur Profis dürfen das Licht anknipsen

Eine Behandlung dauert rund 30 bis 60 Minuten, abhängig von der Größe des IPL- oder Laser-Spots und der Menge der Härchen. Beide Methoden gehören in erfahrene Hände, die Lasertherapie sollte sogar ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. IPL darf grundsätzlich jeder anwenden. Leider sei das nicht unproblematisch, sagt Buck. Dem Experten zufolge sind die Gefahren von Nebenwirkungen durch falsches Anwenden nicht viel geringer als beim Laser. Deshalb besser zum Profi gehen, etwa in ein Kosmetikinstitut, das einer Hautarztpraxis angeschlossen ist. "Die Hitze, die in der Haarwurzel entsteht, kann in geringer Ausprägung auch an der Haut entstehen, besonders bei dunklen Hauttypen", erläutert Buck. Dadurch kann es zu leichten Schmerzen, zu Verbrennungen oder zu Pigmentverschiebungen kommen.

Vor einer Laser- oder IPL-Haarentfernung sollte ein Dermatologe die Stellen untersuchen, um Hautkrebs auszuschließen. Nicht zu empfehlen sind beide Methoden für Frauen mit sehr vielen Muttermalen, hellen Haaren auf dunkler Haut oder einer Lichtdermatose.

Lösungen auf Zeit: Die Klassiker

After-Shave-SOS


  • Bei Juckreiz und Rötungen sollten Sie an diesen Stellen auf zu enge
    oder scheuernde Kleidung verzichten. Die Apothekerin rät zu After-Sun-Lotions, da sie Feuchtigkeit spenden und Reizungen lindern. Gut ist auch reines Aloe-vera-Gel. Meiden Sie Lotions mit Harnstoff (Urea). Auf frisch enthaarter Haut können diese brennen. Problematisch können auch Duftstoffe oder Konservierungsmittel sein. Sie stressen die Haut zusätzlich.
  • Haare wachsen ein, wenn sie nicht durch die Hautoberfläche dringen
    können. Deshalb regelmäßig abgestorbene Hautschüppchen mit einem Peeling entfernen. Bei Entzündungen nicht selbst daran herumdoktern – allenfalls ein antiseptisches Gel auftragen. Hilft das nicht, besser gleich zum Arzt, damit sich die Infektion nicht verschlimmert.

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