Sarkoidose: Ursachen

Die genauen Ursachen der Sarkoidose sind unklar. Vermutlich handelt es sich um eine fehlgesteuerte Reaktion des menschlichen Abwehrsystems. Es gibt zudem eine erbliche Veranlagung für Morbus Boeck

aktualisiert am 25.08.2014

Eine gewisse Neigung zu Sarkoidose liegt vermutlich schon in den Erbanlagen, den Genen. Im Bild ein Modell der Erbsubstanz DNA


Die Ursachen der Sarkoidose sind nur unzureichend geklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) eine Rolle spielt. Denn die krankheitstypischen winzigen Knötchen (Granulome), die sich bei Sarkoidose überall im Körper bilden können, enthalten verschiedene Arten von Abwehrzellen wie Langhanssche Riesenzellen oder Lymphozyten. Außerdem kommt es bei Sarkoidose auch immer wieder zu Entzündungen, beispielsweise der Gelenke und der Haut.

Granulome entstehen nicht nur bei einer Sarkoidose, sondern entwickeln sich auch bei ganz normalen Immunreaktionen. Abwehrzellen bilden zum Beispiel eine Kapsel um einen Fremdkörper, den sie nicht zerstören können und schützen den Körper so vor einer möglichen Gefährdung. Für Tuberkulose sind Granulome typisch. Häufig stirbt hier das Gewebe innerhalb der Knötchen ab und es bleibt nur noch die äußere Hülle bestehen (verkäsende Granulome). Bei den Sarkoidose-Knötchen ist das jedoch nicht der Fall, deshalb heißen sie medizinisch auch "nicht-verkäsende Granulome".

Ob bei der Sarkoidose auch Krankheitserreger beteiligt sind, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Die Krankheit ist aber sicher nicht ansteckend.

Möglicherweise wird die Neigung zu Morbus Boeck teilweise vererbt. Sarkoidose-Erkrankungen treten innerhalb von Familien gehäuft auf. Bestimmte Genveränderungen erhöhen vermutlich das Risiko, an einer Sarkoidose zu erkranken.


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