Hausstaubmilbenallergie: Diagnose

Eine Hausstaubmilbenallergie lässt sich mithilfe eines Allergie-Tests nachweisen. Der Hautarzt oder Allergologe wendet dazu meist den sogenannten Pricktest an

10.09.2013
Allergietest an Arm mit diversen Substanzen

Prick-Test: Reagiert ein Mensch auf eine Untersuchungslösung mit Hausstauballergen, weist dies auf eine Allergie gegen Hausstaubmilben hin


Zunächst fragt der Arzt, ob die Symptome zu einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit vermehrt auftreten. Dadurch bekommt er erste Hinweise, ob eine Allergie gegen Hausstaubmilben vorliegen könnte. Dann untersucht er die Schleimhäute sowie die Nase und horcht auf verdächtige Atemgeräusche, um den Gesundheitszustand und das Ausmaß der Beschwerden einzuschätzen.

Anschließend überprüft der Arzt seinen Verdacht anhand spezieller Allergietests. Diese Tests nimmt am besten ein Facharzt (Hautarzt, HNO-Arzt, Kinderarzt oder Lungenfacharzt, der eine Weiterbildung in Allergologie hat) vor.

Prick-Test: Dieser Nachweis kommt am häufigsten zum Einsatz. Der Arzt träufelt dabei verschiedene Testlösungen mit potenziellen Allergenen auf die Innenseite des Unterarms. Anschließend pikt (englisch: "prick") er die Stellen oberflächlich mit einer feinen Nadel oder Pinzette an, sodass die Lösungen in die Haut eindringen können. Nach zirka 15 bis 20 Minuten überprüft der Facharzt das Ergebnis. Ist zum Beispiel an der Stelle, die mit Hausstaub-Allergen getestet wurde, eine Quaddel (wie nach einem Mückenstich) entstanden, die juckt und gerötet ist, spricht dies für eine Allergiebereitschaft.

Blut-Untersuchung: Anhand einer Blutprobe lässt sich die IgE-Konzentration im Blut bestimmen. Antikörper (Immunglobuline, abgekürzt Ig) der Klasse E (also IgE) können gegen Allergene der Hausstaubmilbe gerichtet sein. Dies löst dann die allergische Reaktion bei Hausstaubmilbenallergikern aus. Ist der Wert erhöht, weist dies auf eine erhöhte Allergiebereitschaft (=Sensibilisierung) im Sinne einer Typ-1-Allergie hin (siehe Kapitel Ursachen und Risikofaktoren).

Wichtig: Sowohl Hauttest als auch Blut-Untersuchung zeigen nur eine Allergiebereitschaft an, der Allergologe spricht von einer Sensibilisierung. Das bedeutet, es besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber den Allergenen der Hausstaubmilbe. Dies heißt jedoch nicht, dass der Betroffene zwangsläufig die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie verspürt. Viele werden zwar "positiv" auf Hausstaubmilben getestet, haben jedoch keinerlei Probleme. Bedeutsam wird die Sensibilisierung erst, wenn der Betroffene Beschwerden hat, die auf das Allergen zurückzuführen sind. Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben trifft dies schätzungsweise nur auf ein Drittel der Sensibilisierten zu.

Nasaler Provokationstest: Damit kann der Arzt ermitteln, ob die Hausstaubmilbenallergene tatsächlich allergische Beschwerden verursachen.

Er testet die Schleimhaut (zum Beispiel an der Nase) zuerst mit einer harmlosen Kochsalzlösung, die in die Nase gesprüht wird. Erfolgt hierbei schon eine Reaktion mit Niesen oder Naselaufen, ist die Schleimhaut des Betroffenen wahrscheinlich allgemein überempfindlich.

Bleibt eine Reaktion auf die Kochsalz-Kontrolllösung aus, wird ein Hausstaubmilben-Allergenextrakt in die Nase gesprüht. Anschließendes Niesen, Naselaufen und eine verstopfte Nase verraten dem Allergologen, dass der Patient wirklich auf die Allergene reagiert. Nach Ansicht von Experten sollte dieser Test immer vor einer Behandlung stattfinden, beispielsweise vor einer Hyposensibilisierung (mehr siehe Kapitel Therapie).


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