Schädelhirntrauma: Diagnose

Der Arzt nimmt gezielte Untersuchungen vor und schätzt damit den Schweregrad des Schädelhirntraumas ein. Abhängig von diesem Ergebnis folgt unter Umständen eine bildgebende Diagnostik des Kopfes

aktualisiert am 04.04.2014

Wenn nötig, findet im Krankenhaus eine Computertomografie statt, damit der Arzt den Schweregrad des Traumas besser einschätzen kann


Hat sich jemand am Kopf verletzt, untersucht ihn der Arzt beziehungsweise Notarzt. Er überprüft neben Atmung, Puls und Blutdruck ob neurologische Ausfälle vorliegen. Daneben fragt er den Verletzten (sofern möglich), was passiert ist, und verschafft sich einen ersten Überblick.

Wie schwer ist das Schädelhirntrauma?

Vermutet der Arzt, dass der Patient ein Schädelhirntrauma hat, stuft er den Bewusstseinszustand anhand der sogenannten Glasgow Coma Skala (GCS) ein. Sofern der Betroffene ansprechbar ist, stellt der Arzt ihm einfache Fragen, zum Beispiel "Wie heißen Sie?" oder "Welcher Tag ist heute?" und bewertet, wie der Verletzte antwortet. Zweitens fordert er den Patienten auf, Arme und Beine zu bewegen, um die motorischen Funktionen zu testen. Ist der Verletzte bewusstlos, muss der Notarzt zu diesem Zweck einen Schmerzreiz setzen.

Drittens spielt es eine Rolle, ob der Patient die Augen öffnen kann. Je nachdem, wie der Verletzte auf diese Tests reagiert, vergibt der Arzt dafür Punkte. Der Höchstwert beträgt 15 Punkte, der niedrigste drei Punkte. 15 bis 13 Punkte stehen für ein leichtes Schädelhirntrauma (SHT Grad I), zwölf bis neun Punkte für ein mittelschweres (SHT Grad II) und acht bis drei Punkte für ein schweres Schädelhirntrauma (SHT Grad III). Außerdem überprüft der Arzt die Pupillenreaktion.

Kommt der Patient ins Krankenhaus, erfolgen dort weitere Untersuchungen. Abhängig von Alter, Krankengeschichte, Unfallhergang und Untersuchungsergebnissen, führt der Arzt eine bildgebende Diagnostik des Kopfes durch. Meist handelt es sich dabei um eine Computertomografie (CT) des Schädels. Hierbei kann der Fachmann sehen, ob Verletzungen des Gehirns vorliegen und zugleich den Schweregrad des Schädelhirntraumas besser einschätzen. Auch Blutungen im Gehirn und Schädelbrüche lassen sich so erkennen.

Hinweis: Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte dies dem Arzt auf jeden Fall sagen (manchmal ergibt es sich auch aus einem mitgeführten Ausweis). Denn durch die Mittel bluten nicht nur äußerliche Wunden länger, sondern auch innere Blutungen und solche im Gehirn.


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