Endometriose: Symptome

Da die Symptome der Endometriose vieldeutig sein können, vergeht manchmal viel Zeit, bis die richtige Diagnose gestellt wird

aktualisiert am 13.04.2017

Schmerzen im Unterbauch – mögliches Symptom bei Endometriose


Eine Endometriose kann völlig unbemerkt bleiben. Manche Frauen haben nur leichte Beschwerden, andere leiden sehr stark unter der Krankheit. Die Symptome können sich unterscheiden, je nachdem, wo sich die Schleimhautzellen irrtümlich angesiedelt haben.

Häufig betroffen sind das Bauchfell im Becken, die Eierstöcke, die Gebärmutterwand oder andere Beckenorgane wie Harnblase oder Enddarm. Sehr selten sind die Schleimhautzellen sogar an weiter entfernt gelegenen Regionen zu finden, zum Beispiel in der Lunge, gelegentlich aber auch im Nabel (der dann nässen, jucken oder schmerzen kann).

Mögliche Symptome bei Endometriose sind:

  • Starke Schmerzen während der Monatsblutung
  • Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen

Alle diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben. Deshalb ist es nicht immer leicht, auf die richtige Diagnose zu kommen. Charakteristisches Zeichen der Erkrankung ist der wiederkehrende Unterleibsschmerz. Seine Stärke schwankt typischerweise im Verlauf des Monatszyklus. Die Beschwerden verschlechtern sich zunächst mit einem Maximum kurz vor oder während der Periodenblutung. Dann bessern sie sich wieder.

Warum kehren Symptome oft periodisch wieder?

Die Gebärmutterschleimhaut (das Endometrium) durchläuft unter dem Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone einen ungefähr monatlichen Zyklus. Bis zum Eisprung wächst die Schleimhaut normalerweise in der Gebärmutterhöhle und wird dicker. So ist die Schleimhaut zum Zeitpunkt des Eisprungs optimal vorbereitet, ein befruchtetes Ei aufzunehmen. Bleibt die Befruchtung aus, sinkt die Konzentration des Hormons Progesteron im Blut ab, die Gewebeschicht wird abgestoßen – als Periodenblutung. Danach beginnt der Zyklus von vorne. Dieser etwa monatliche Kreislauf beginnt in der Pubertät und endet in den Wechseljahren.

Auch die Schleimhaut, die sich bei einer Endometriose an die "falsche Stelle" im Körper verirrt hat, reagiert auf die weiblichen Geschlechtshormone und macht diesen "normalen" Zyklus mit. Sie wächst und wird anschließend wieder abgebaut. Wie in der Gebärmutter kommt es dabei auch zu einer Blutung. Je nachdem, wo sich die Schleimhaut befindet, kann das Blut aber nicht nach außen abfließen, und muss langsam vom Körper abgebaut werden. Dabei können blutgefüllte Zysten, Reizungen oder Entzündungen entstehen.

Die Auf- und Abbauvorgänge in den Schleimhautzellen erklären die schwankende Stärke der Beschwerden. Allerdings können manche Probleme schließlich auch dauerhaft bestehen bleiben. Zum Beispiel führen die "verirrten" Schleimhautzellen manchmal zu Verwachsungen im Gewebe oder zu anhaltenden Nervenreizungen. Dann können die Beschwerden chronisch werden.

Es scheint keinen direkten Zusammenhang zwischen der Ausdehnung der Endometriose und der Stärke der Symptome zu geben. Sehr kleine Schleimhautbereiche am "falschen Platz" können sehr ausgeprägte Probleme verursachen, große können symptomlos bleiben – und umgekehrt.

Endometriose und Unfruchtbarkeit

Manchmal wird eine Endometriose erst entdeckt, weil nach Gründen für eine ungewollte Kinderlosigkeit geforscht wird. Endometriose gilt als häufige Ursache einer weiblichen Unfruchtbarkeit, und kann Schuld an einem unerfüllten sein. So können Verklebungen oder Verwachsungen an den Eileitern dazu führen, dass die Eizelle nicht ungehindert in die Gebärmutter wandern kann.


подробнее

источник farm-pump-ua.com