Alterssichtigkeit: Behandlung – Lesebrillen

Bei der Alterssichtigkeit (Presbyopie) verschlechtert sich die Naheinstellung des Auges. Um in der Nähe wieder gut sehen zu können, ist eine Lesebrille erforderlich, die für jedes Auge eine Sammellinse – also ein nach außen gewölbtes (konvexes) Glas – hat

aktualisiert am 01.04.2015

Scharfblick dank Gläsern


Dioptrie: Die Brechkraft des alterssichtigen Auges lässt sich durch spezielle Brillengläser ausgleichen. Die Stärke wird in der Einheit Dioptrien angegeben. Bei einer Lesebrille mit Sammellinsen liegen die Dioptrie-Werte im positiven Bereich, weil die Gläser leicht nach außen gewölbt (konvex) sind. Man sagt dann zum Beispiel: "Ich habe auf dem linken Auge plus 1,5 Dioptrien und rechts plus 2 Dioptrien."

Lesebrillen

Um einen Text im Abstand von 35 Zentimetern lesen zu können, brauchen normalsichtige Menschen im Alter von 45 Jahren eine Lesebrille mit etwa +0,75 Dioptrien. Die Fähigkeit des Auges, sich auf den Nahbereich einzustellen, lässt jedoch im Laufe des Lebens weiter nach.

Die Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen flexibel einzustellen (Akkomodation), verändert sich alle fünf Jahre um weitere +0,75 Dioptrien, sodass es folgende grobe Anhaltspunkte gibt:

45 bis 50 Jahre: Lesebrille mit +0,75 Dioptrien
50 bis 55 Jahre: Lesebrille mit +1,5 Dioptrien
55 bis 60 Jahre: Lesebrille mit +2,25 Dioptrien
60 bis 65 Jahre: Lesebrille mit +3,0 Dioptrien

Bei Weitsichtigen, die bislang eine Korrekturbrille mit beispielsweise +2,0 Dioptrien trugen, müssen die Werte für die Alterssichtigkeit addiert werden. Eine 50 bis 60 Jahre alte Person bräuchte also eine Lesebrille mit +2,0 Dioptrien zur Korrektur der Weitsichtigkeit und zusätzlich für die Alterssichtigkeit +2,25 Dioptrien, also insgesamt +4,25 Dioptrien.

Bei kurzsichtigen Personen mit beispielsweise -3,0 Dioptrien gleicht die Kurzsichtigkeit die Alterssichtigkeit aus: Im Alter von 50 bis 60 Jahren ergäbe sich nämlich folgende Rechnung: -3,0 Dioptrien +3,0 Dioptrien = 0,0 Dioptrien. Sie können also ohne Brille lesen.

Die meisten älteren Menschen brauchen zwei Brillen, eine Korrekturbrille für die Ferne und eine Lesebrille.

Bifokal-Brillen

Das lästige Wechseln der Brillen für den Nah- und für den Fernbereich lässt sich erfreulicherweise mit Bifokal-Brillen vermeiden. Sie sind im oberen Glasbereich auf die Fernsicht eingestellt und im unteren Glasbereich beim Lesen auf die Nahsicht. Bei herkömmlichen Zweistärken-Brillen trennt eine sichtbare Kante die beiden Bereiche. Nachteil: Der abrupte Übergang von Fern- und Nahsicht kann als störend empfunden werden.

Gleitsichtbrillen

Bei Gleitsichtbrillen ist das Glas so geschliffen, dass die beiden Zonen für die Ferne und die Nähe allmählich ineinander übergehen. Vorteil: Alterssichtige können damit nicht nur in der Ferne und in der Nähe scharf sehen, sondern auch im Mittelbereich – beispielsweise beim Arbeiten am Bildschirm. Nachteile: Einige Menschen haben anfangs Probleme bei der Eingewöhnung, weil das Tragen der Gleitsichtbrille einen leichten Schwindel und Kopfschmerzen hervorrufen kann. Manche Brillenträger haben auch das Gefühl, dass sich der Boden im seitlichen Gesichtsfeld nach oben wölbt. Die anfänglichen Probleme vergehen meist nach einigen Wochen.


there

www.cialis-viagra.com.ua/viagra-sildenafil/viagra-25-mg/